[Kurzrezension] Martin Thomas Pesl: Das Buch der Schurken– Die 100 genialsten Bösewichte der Weltliteratur

Ich gebe es gern zu: das Böse zieht mich magisch. Von einer morbiden Faszination getrieben, liebe ich es mich mit den Antihelden und Gegenspielern unserer Weltretter zu beschäftigen. Viel zu gern möchte ich hinter die Fassade blicken und herausfinden, wieso sie sich gegen das Gute entschieden haben. Und wenn wir mal ehrlich sind, haben die Schurken meistens auch die viel cooleren Klamotten.

Vielen Dank an die Randomhouse-Gruppe für die Bereitstellung des Buches als Rezensionsexemplar und weil ich mich heute auch so richtig evil fühle, verrate ich euch dieses mal nicht, dass dieser Beitrag eigentlich als Werbung gilt! Muahaha!


Klappentext:

Was wäre die Welt ohne Schurken? Unfassbar langweilig: Sherlock Holmes ohne Moriarty, Paris ohne Fantômas oder gar das Monster ohne Frankenstein? Im Herrn der Ringe würde vermutlich ununterbrochen gepicknickt, Alice würde den lieben langen Tag nur durchs Wunderland hopsen und Hannibal Lecter an Sojawürstchen knabbern. Schurken machen das Leben erst spannend, das unserer Helden und natürlich auch unseres. Martin Thomas Pesl hat die 100 genialsten und coolsten Bösewichte der Weltliteratur zur verschmitzten Schurkenparade versammelt. Mit Illustrationen und Schurkenskala.

Details:

* btb Verlag * 256 Seiten * Taschenbuch * 12,00 € * Erschienen am 09.01.2018 *


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Wer einen Roman mit allerhand Fakten zu den bösen Buben der Literaturgeschichte erwartet, wird von diesem Buch eher enttäuscht sein und es könnte auch sein, dass der Lieblingsschurke gar nicht vorkommt. Bereits im Vorwort macht Autor Martin Thomas Pesl klar, dass dieses Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und auch eher wie ein nicht-wissenschaftliches Lexikon zu betrachten ist. Vielleicht habe ich auch genau deshalb etwas länger zum Lesen gebraucht. Es ist eher eine Zwischendurch-Lektüre, denn auch wenn der Schreibstil sehr humorvoll ist und das Ganze von einer eher witzigen Seite betrachtet wird, möchte niemand ein Lexikon am Stück lesen. …oder?

Aufgeteilt ist die Liste in zwölf Kategorien. Da sind beispielsweise die machthungrigen Despoten, die nicht ganz so fürsorglichen Erziehungsberechtigte bis hin zu den Königen des Verbrechens. Die einzelnen Artikel wiederum sind mit einer kleinen Illustration gestaltet, einem Buchzitat, einer Kurzbeschreibung und Infos zur Figur und dem Buch, in dem sie vorkommt.

Zuletzt beinhaltet das Buch eine Blanko-Liste, in der man seine zehn Lieblingsschurken notieren kann. Fünf davon möchte ich gern mit euch teilen:

  • aus der Kategorie „Die Psychopathen„: Annie Wilkes aus „Sie“ von Stephen King
  • aus der Kategorie „Die Egoschweine„: Dorian Gray aus „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wild
  • aus der Kategorie „Die Erziehungsberechtigten„: Dolores Umbridge aus „Harry Potter“ von J.K. Rowling
  • aus der Kategorie „Die fatalen Frauen„: Juliette aus „Vom Segen des Lasters“ von Marquis de Sade
  • aus der Kategorie „Die Könige des Verbrechens„: Dr. James Moriarty aus „Sherlock Holmes“ von Sir Arthur Conan Doyle

In meinen Augen ist dieses Buch besonders gut dafür geeignet anhand seiner Vorlieben bei Schurken die eigene Buch-Wunschliste etwas aufzupeppen. Einige der Artikel haben mich neugierig auf die Geschichten gemacht, sodass diese in nächster Zeit auch einziehen dürfen. Ansonsten bietet es kurzweilige Unterhaltung mit viel Witz und Charme und ist durchaus einen zweiten Blick wert! Und für alle Kritiker habe ich hier noch die Leseprobe.


Na, juckt es euch nun auch in den Fingern auf die dunkle Seite der Macht zu wechseln oder schenkt ihr dem Teufelchen auf eurer Schulter lieber kein Gehör?

Signatur 2

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