[Rezension] Lauren Graham: Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl– Talking as fast as I can

Ich kenne niemanden und damit meine ich absolut niemanden, der die Gilmore Girls nicht kennt oder zumindest in irgendeiner Art und Weise schon einmal von ihnen gehört hat. Sogar meine Oma hat schon ein oder zwei Folgen von ihnen gesehen, als ihre eigentliche Nachmittagsserie mal ausgefallen ist und sie Ersatz brauchte. Sie ist eben eine Frau von Welt, hihi. Und da ich selbst, wenn auch recht spät, meine Leidenschaft für diese Serie entdeckt habe, kam ich nicht umher Lauren Grahams Biografie zu lesen, die ich bei der wundervollen Ivy entdeckt habe.


Klappentext:

Ein urkomisches Memoir von Lauren Graham, der Kultschauspielerin aus “Gilmore Girls”. Durchgeknallt, liebenswürdig und voller Überraschungen: Lauren Graham verrät alles über ihre Zeit bei unserer Lieblingsserie ›Gilmore Girls‹, ihr Leben, die Liebe und wie es ist, in Hollywood zu arbeiten.

„In diesem Buch stehen viele Geschichten direkt aus meinem Leben: peinliche Geschichten vom Erwachsenwerden, Geschichten über verwirrende Dates und über meine Arbeit, die mich glücklich macht und natürlich alles darüber, wie es war, noch mal in meine Lieblingsrolle zu schlüpfen. Wahrscheinlich denkt ihr jetzt, dass ich auf meine unglaublich gute Performance als Dolly in Hello, Dolly! in der Highschool anspiele – alles, was mein Dad dazu sagte, war „Du bist ja viel größer als die anderen Kinder“ –, aber NEIN! Ich rede über Lorelai Gilmore, von der ich eigentlich seit 2008 dachte, dass ich sie nie wiedersehen würde.
Was sonst noch drinsteht: Erinnerungen an das Leben auf einem Hausboot, wie man Männer bei Preisverleihungen kennenlernt und das eine Mal, als man mich fragte, ob ich Hintern-Model werden möchte. Ein Ausblick: Alle drei Dinge machten mich seekrank.“ – Lauren Graham

Geschichten wie eine lustige Unterhaltung mit Lorelai Gilmore – „Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl ist das Buch für alle Fans, die nicht genug von ihrer Lieblingsserie bekommen können.

Details:

* FISCHER Taschenbuch * 256 Seiten * Taschenbuch * 9,99€ * Erschienen am 24.08.2017 *


Biografien sind eigentlich nicht unbedingt das, was ich nun täglich lesen würde, doch als Monatsaufgabe der Reise durch die Genres standen eben diese auf dem Programm und es geht ja darum mal über den literarischen Tellerrand hinaus zu blicken. Also entschied ich mich zumindest für die Memoiren einer Person, von denen ich mir erhoffte, dass sie mir ein paar interessante Lesestunden einbringen würde. Interessant ist bei Lauren Graham vielleicht nicht das richtige Wort, aber immerhin interessierte mich ihr Buch schon sehr, da ich nicht nur ein großer Fan der Serie bin, sondern Ivy mich auch noch sehr neugierig gemacht hat.

Lauren Graham ist für mich untrennbar mit ihrer Rolle als Lorelai Gilmore verknüpft. Was mich betrifft könnten Schauspielerin und Rolle auch im wahren Leben ein und die selbe Person sein und genau mit diesem Gefühl bin ich auch an die Biografie gegangen– und wurde darin irgendwie bestätigt, was mich gleichzeitig verwirrte und faszinierte, denn so verschmolzen in meinem Kopf beide noch viel mehr zu einer Person.

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Dieses Buch zu lesen, war wie eine Reise in den Kopf der Serienfigur Lorelai. Man kennt sie als schlagfertig, clever, jung innovativ, extrovertiert und vor allem mit viel Kreativität und Einfallsreichtum, um ihre fixen Ideen durchzusetzen. Und genau so ist auch dieses Buch. Es ist witzig und inspirierend, chaotisch und an manchen Stellen wird auch der sprichwörtliche Zeigefinger erhoben und ernstere Töne angeschlagen. Eine Biografie, deren Seiten nur so dahin flogen und überhaupt nichts mit meiner Vorstellung von verstaubten, trockenen Lebensgeschichten altehrwürdiger Persönlichkeiten zu tun hatte.

Auch wenn das Buch unheimlich unterhaltsam ist, brauchte ich erstmal ein paar Seiten, um richtig reinzukommen. Es fühlte sich einfach an wie ein ungeschönter Blick in Lorelai Gilmores Kopf. Gedanken, Empfindungen, Erzählungen, Erinnerungen– alles prasselt auf den Leser ein, wechselt in einem Tempo, dass einem schwindelig wird und bei manchen Themensprüngen fragte ich mich, wie man das nur auf Dauer ertragen konnte. Doch es war toll. Es war so unheimlich schön zu lesen, weil ich mich einer Schauspielerin, die für mich Vorbildfunktion hat, plötzlich so unfassbar nah fühlte. Das ist definitiv ein Punkt, der mich wieder dazu bewegen könnte eine Biografie zu lesen.

Gilmore Girls-Fans werden an den Ein- und Rückblicken, die Lauren bietet, definitiv ihre Freude haben, für manche könnten die Abschnitte, die sich um diese Serie drehen vielleicht sogar zu kurz sein. Dennoch wird dieses Buch für sie etwas ganz Besonderes sein, denn der Ausflug in Lauren Grahams Gedankenwelt ist wie ein riesiger Monolog unserer geliebten Lorelai Gilmore. Emotional, etwas wirr, mit der ein oder anderen Abschweifung und wirklich etwas für’s Herz.

Doch auch wenn dieses Buch für mich zu 100% in die Kategorie Lesetipp fällt, werde ich wohl nicht allzu schnell wieder einen Ausflug in dieses Genre unternehmen. Außer Alexander Skarsgård oder Jason Momoa würden ihre Leben in naher Zukunft schriftlich festhalten, hihi. Davon bräuchte ich übrigens nur einen Bildband. Falls das hier jemand liest, der das mal in Angriff nehmen… nein? Na gut…


Mein kleiner Einblick in das weite Feld der Biografien verlief weitestgehend erfolgreich und hat wirklich Spaß gemacht. Doch nun bin ich froh, wenn ich wieder zu meinen angestammten Genres zurückkehren kann. Das Thema für den April, New Adult, tja… Heimspiel würde ich sagen, haha!

Was ist mit euch? Lest ihr Biografien oder können euch die Lebensweisheiten anderer nicht wirklich begeistern?

Signatur 2

11 Kommentare zu „[Rezension] Lauren Graham: Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl– Talking as fast as I can

    1. Liebe Jill,

      Ivys Rezension ist so großartig und ich bin sehr gespannt darauf, was du dann zu deinem Ausflug in Laurens Kopf sagst.
      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß dabei!

      Liebst,
      Rika ♥

      Gefällt mir

  1. Liebe Rika,
    eigentlich kann ich mich da Jill anschließen, das Buch liegt auf meinem SuB, ich möchte es bald lesen und Ivy steigert diese Lust darauf regelmäßig 😀
    Und du jetzt auch mit deiner tollen Rezension.
    Ich bin sehr gespannt, vor allem ob ich ihren chaotischen Gedankengängen – wie sie ja nunmal ist – folgen kann, und dann noch auf Englisch 😀

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Nicci,
      ich hatte auch erst überlegt das Buch auf Englisch zu kaufen, aber habe mich letztendlich nicht getraut. Aber generell sollte ich mir da mal mehr in den Popo treten…
      Ja, die wirren Gedankengänge waren manchmal etwas… wirr. 😀 Aber du bekommst das bestimmt hin und ich wünsche dir jetzt schon mal viel Spaß mit dem Buch. 🙂

      Liebst,
      Rika

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Rika,

    es freut mich sehr, dass dir das Buch gefallen hat. Ich mag Biografien echt sehr gerne, aber tatsächlich auch nur wenn es sich dabei um Personen handelt, die ich mag oder bewundere.

    Eine Biografie von Jason Momoa und zwar das Ganze als Bildband würde ich wahrscheinlich auch regelrecht verschlingen haha

    Die Gilmore Girls Eindrücke in diesem Buch hätten tatsächlich etwas länger und ausführlicher sein können, dennoch finde ich auch, dass es für Fans definitiv etwas ganz Besonderes ist, insbesondere zu sehen, dass Lauren Graham irgendwie tatsächlich Lorelai Gilmore ist. Hach, es ist einfach eine ganz wundervolle Frau!

    Eine sehr sehr schöne Rezension!

    Liebste Grüße
    Ivy

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Ivy,

      danke schön für deinen lieben Kommentar. ♥

      Diesen Bildband würde ich wahrscheinlich jeden Abend vor dem Einschlafen durchblättern und hoffen, dass ich dadurch gut träumen kann. 😀

      Ich kann dir nur zustimmen– sie ist großartig und ich hatte nach dem Lesen das Gefühl, dass ich dringend so eine Freundin brauche. Aber so erging es mir mit Lorelai in der Serie auch schon, also wieder ein Beweis, dass sie irgendwie doch die selben sind. 🙂

      Liebst,
      Rika

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