[#Writing Friday] Call it freedom or whatever you want

img_4522

Eine Aktion der lieben Elizzy von readbooksandfallinlove

Kurz zur Erklärung: Jeden Freitag werden die Teilnehmer einen kreativen Beitrag veröffentlichen. Dieser basiert auf einem der Themen, die Elizzy im Vorfeld zur Auswahl gestellt hat. Die Regeln, andere Teilnehmer und weitere Themen findet ihr unter dem oben angegebenen Link zu Elizzys Blog.

Mein drittes Thema: Dein Begriff von Freiheit.


Freiheit, die. Substantiv, feminin. Bedeutung: Zustand, in dem jemand von bestimmten persönlichen oder gesellschaftlichen, als Zwang oder Last empfundenen Bindungen oder Verpflichtungen frei ist und sich in seinen Entscheidungen o. Ä. nicht [mehr] eingeschränkt fühlt; Unabhängigkeit, Ungebundenheit [Quelle: Duden]

Früher fühlte ich mich frei, wenn ich auf einem Pferd sitzend die Natur entdecken konnte. Es ist nicht übertrieben, wenn man behauptet, dass von einem Pferderücken alles anders aussieht. Schöner, wilder, perfekt. Und wenn der Wind dir durch das Haar geht und dir Tränen die Sicht verschleiern, weil dieses Tier unter dir all seine Kraft und Eleganz bündelt und mit dir im gestreckten Galopp über die Felder fetzt, dann verspürst du dieses Gefühl unbändigen Glücks und Freiheit.

Und heute? Heute schnürt mir der Gedanke daran die Luft ab und ich bekomme fast eine kleine Panikattacke. Wie ein Unfall alles zunichte machen kann… Deshalb sieht das heute für mich anders aus.

Heute bedeutet Freiheit für mich meine eigenen Entscheidungen treffen zu können. Ich kann gehen, wohin ich will. Ich kann arbeiten, wo und als was ich will. Ich kann mein Herz verschenken, an wen immer ich auch will. Zugegeben, letzteres passiert mir nur noch bei Vierbeinern, weil der Zweibeiner meines Lebens schon da ist, aber auch hier musste ich mich niemanden beugen. Niemand hat mir gesagt, mit wem ich zusammen sein muss. Mein Leben liegt ausschließlich in meiner Hand. Ich muss mich nur entscheiden, wie ich es führen möchte. Es gibt so unfassbar viele, unzählige Möglichkeiten. Ja, das ist für mich Freiheit. Und das macht mir manchmal eine Heidenangst.


Signatur 2

9 Kommentare zu „[#Writing Friday] Call it freedom or whatever you want

  1. Huhu Liebes,

    eine tolle Aktion. Ich glaube, da mache ich gleich mal mit.

    Traust dich denn gar nicht mehr auf Pferderücken? War der Unfall sehr schlimm? Das tut mir so leid für dich. Es muss die Hölle sein, wenn man seine Leidenschaft nicht mehr ausüben kann/darf.

    Ich drück dich!

    Liebste Grüße
    Sonja ❤

    Gefällt mir

    1. Hey! ❤

      Es macht auf jeden Fall echt viel Spaß und ich kann es nur empfehlen. 🙂

      Hm, doch. Ich reite auch noch in allen Gangarten, Galopp aber wohl am wenigsten und nur noch ganz selten. Nur im Gelände geht über Trab nichts hinaus. Ich habe mir damals bei dem Unfall den rechten Unterarm doppelt gebrochen, wurde bisher drei mal in Narkose gelegt und davon zwei mal operiert und trage immer noch eine 10cm lange Platte im Arm. Das Schlimmste ist aber das Trauma. Ich meine, als Reiter weißt du, dass dein Pferd viel stärker ist als du und dass du im Falle des Falls eh keine Chance hast das Tier wieder unter Kontrolle zu bringen. Tja, und seitdem kriege ich das nicht mehr aus dem Kopf, dass du eigentlich machtlos bist, Aber ich genieße es trotzdem bei den Tieren zu sein und vor allem am Boden arbeite ich gern mit ihnen oder gehe spazieren oder so. 🙂

      Fühl dich zurückgedrückt. ❤

      Liebst,
      Rika

      Gefällt 2 Personen

      1. Ach schon echt krass. Ich bin ewig nicht geritten, aber ich kenne das Gefühl noch, wie es ist, wenn man keine Kontrolle mehr über das Pferd hat.

        So viele Ops. Ohje… Jetzt drück ich dich gleich noch fester 😘

        Gefällt 1 Person

  2. Hallo Rika,
    den Begriff Freiheit zu definieren ist gar nicht so einfach, das ist mir auch bei meinem Beitrag zum Writing Friday aufgefallen. Ich glaube, es ist ganz normal, dass sich unser Verständnis von Freiheit wandelt, je älter wird werden. Nur schade, dass dir der Unfall das Reiten genommen hat. Man merkt in deiner Beschreibung richtig, wie viel es dir bedeutet hat.
    Liebe Grüße,
    Anna

    Gefällt 1 Person

  3. Danke, dass du das mit uns geteilt hast. Es hat mich tief berührt und der Schmerz war griefend nah. Ich mag deine Definition von Freiheit, die jetzt meine ich. Aber auch die von früher. Als ich Kind war, fühlte ich mich in der Natur auch völlig frei. Das tue ich heute auch noch, wenn ich alleine spazieren gehe, nur die Natur lebe und einfach nur den Moment genieße.

    Tut mir leid, dass dir ein Unfall die Freude am Reiten nahm 😦

    Gefällt 1 Person

  4. Liebe Rika,

    es ist sehr schade, dass solch ein Erlebnis, das eigene Leben doch so tiefgreifend verändern kann. Dennoch finde ich es auch total bewundernswert, dass du trotz dieses Erlebnisses wieder reitest. Aus deinen Beiträgen bisher merkt man auch, wie viel dir diese Tiere bedeuten. Ich selbst habe echt Angst vor Pferden. Als Kind sollte ich mal reiten und habe direkt angefangen zu heulen. 😀 Tja, ich war dahingehend wohl schon immer ein kleiner Angsthase. Und seit dem ich mitten auf einem See mit dem Segelboot gekentert bin, kann ich auch das nicht mehr ohne weiteres machen. Von daher ziehe ich meine Hut vor dir und deinem Mut.

    Liebste Grüße
    Ella ❤

    Gefällt 1 Person

  5. Liebe Rika, ein wundervoller Beitrag, es klingt wundervoll, welches Gefühl dir das Reiten verliehen hat. Und noch mutiger finde ich es von dir, dass du trotz deines Unfalls ( wie ich den Kommentaren entnehmen konnte) noch immer hin und wieder reitest! Hut ab! Besonders schön ist es aber auch zu lesen, dass du Freiheit mit Liebe verbindest ❤
    Wünsche dir ein wundervolles Wochenende!

    Gefällt mir

  6. Hallo Rika,
    der Zusammenhang zwischen einem Glücksgefühl und dem Gefühl der Angst in „freien“ Situationen, das sind wohl zwei Seiten derselben Medaille. „Enge“ Situationen geben dagegen Halt, Sicherheit und ein Gefühl der Zufriedenheit, aber auch Enge.
    Dein Beitrag ist sehr bewegend und zeigt mir, dass es immer auf die Sichtweise ankommt, ob ich von etwas Panik bekomme oder es als schön empfinde.
    LG
    Daniela

    (mein Beitrag hier: https://buchvogel.blogspot.de/2018/01/writingfriday-ein-moment-der-das-leben-veraendern-kann.html)

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s