[Rezension] Jay Asher: Dein Leuchten

Ich habe dieses Jahr mein ganz persönliches Wintermärchen erlebt, denn es war wie in den Vorstellungen: man verbringt den Tag auf der Couch mit einer warmen Kuscheldecke und Kuschelsocken an den Füßen, mein Hundekind liegt schnarchend neben mir, auf dem Tisch steht ein frischer, heißer Kakao mit Minimarshmallows und draußen fiel in dicken Flocken der Schnee. Und passend dazu las ich eine Weihnachtsgeschichte.  Es wäre perfekt gewesen, gäbe es da nicht ein Manko…


Klappentext:

So wunderbar romantisch wie eine heiße Schokolade vorm Kaminfeuer …

Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, um dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt sich – das erste Mal, unsterblich und mit aller Macht. In Caleb, den Jungen mit den Grübchen, der Weihnachtsbäume verschenkt und eine dunkle Vergangenheit verbirgt, denn Caleb soll seine Schwester angegriffen haben. In seiner Heimatstadt ist er deshalb ein Außenseiter. Sierras Eltern, ihre Freunde, alle warnen sie davor, sich auf ihn einzulassen. Doch Sierra kann nicht glauben, dass Caleb gefährlich ist, und riskiert alles, um ihre große Liebe zu gewinnen …

Details:

* cbt * 320 Seiten * Taschenbuch * 14,99 € * Erschienen am 31.10.2016 *


Ich bin eigentlich niemand, der Bücher nur saisonal liest. Oder viel mehr lege ich da keinen großen Wert drauf, dass es zur Jahreszeit passt. Doch dieses Jahr wollte ich das mal probieren und was passt da besser als zur Weihnachtszeit Wintergeschichten zu lesen? Und Dein Leuchten von Jay Asher wartet doch bereits seit August auf seinen Einsatz, wobei ich dieses Buch nun wirklich nicht bei 30°C im Schatten hätte lesen wollen, haha.

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Sierras Familie züchtet im Bundesstaat Oregon in den USA Weihnachtsbäume, die sie auf einem Verkaufsplatz in einem Städtchen in Kalifornien verkauft. Seit die 15-Jährige denken kann, verbringt sie die Tage ab Thanksgiving bis Weihnachten dort und liebt die Zeit dort. Natürlich fragt sie sich immer wieder, wie die Vorweihnachtszeit zu Hause wohl verbracht wird, doch in diesem Jahr hat Sierra gar nicht so viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn Caleb geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf…

Irgendwie fehlen mir für dieses Buch die Worte. Es war das erste, was ich von dem Autor gelesen habe, aber nachdem ich zumindest die Serie Tote Mädchen lügen nicht nach seinem Buch kenne, hatte ich mir etwas Spektakuläreres erhofft. Der Schreibstil ist toll und so liest sich das Buch leicht weg, doch die Story selbst konnte mich nicht packen.

Dass es sich um eine weihnachtliche Liebesgeschichte handelt, war mir natürlich von Vornherein klar. Auf genau die habe ich mich eingestellt und gefreut, aber leider kamen bei mir die beschriebenen Gefühle kaum an. Sierra ist das typische Teenager-Mädchen: aufgeweckt, neugierig, aber auch ein bisschen altklug. Trotzdem ist sie sympathisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Bis Caleb kam, denn ab diesem Punkt geht mir irgendwie jegliches Gefühl für die Protagonistin flöten und das obwohl ich Caleb für sich genommen auch gern mochte. Nur leider hat er deutlich weniger Kanten als Sierra und insgesamt waren wir alle Figuren zu perfekt. Chancen, um es spannender zu gestalten wurden leider verpasst und es tut mir wirklich leid darum, weil ich das Buch so gern richtig mögen wollte, aber vielleicht liegt auch genau darin der Fehler.

Letztendlich konnte mich die Liebesgeschichte der beiden Jugendlichen nicht wirklich packen. Die Story ist vorhersehbar und streckenweise sogar langweilig, wobei es Asher dem Leser durch seinen Schreibstil dennoch leicht macht schnell voran zu kommen. Für mich war es ein netter Zeitvertreib, aber leider nicht mehr, sodass es in der Kategorie Mittelding landet.

Allerdings möchte ich einen Punkt noch positiv erwähnen: das Cover, denn genau das hat mich am meisten überzeugt. Ich mag es mit seinen sanften, pastelligen Farben sehr gern und ich wünschte die Geschichte selbst hätte mir ein so schönes weihnachtliches Gefühl gegeben, wie das Titelbild des Buches es schon allein geschafft hat.


Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ für Liebesgeschichten im Schnee, aber Dein Leuchten konnte mich leider nicht überzeugen. Kennt ihr das Buch und wenn ja, wie ist eure Meinung dazu?

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4 Gedanken zu “[Rezension] Jay Asher: Dein Leuchten

  1. Liebe Rika,
    ich mag den Aufbau deiner Rezensionen suuuper gerne! Das wollte ich mal loswerden.
    Besonders die Einleitung gefällt mir hier richtig gut. Die Situation klingt wirklich winterwunderlich-perfekt, schade, dass dir das Buch dann nicht so zugesagt hat. Ich werde es somit wohl eher nicht lesen, ich bin ja grundsätzlich eh kein Freund von Liebesromanen, wenn da nicht Wumms hinter ist.
    Ok, das klingt irgendwie creepy 😀 Aber ich denke du weißt was ich meine.
    Das Cover finde ich aber auch richtig schön.

    Liebe Grüße,
    Nicci ❤

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    • Liebe Sonja,

      vielen Dank, es freut mich total, dass dir mein Foto so gefällt!
      Für Zwischendurch ist es nicht verkehrt, aber mein Lieblingsbuch wird es wohl nicht mehr. Ist ja aber gar nicht schlimm. 🙂

      Liebst,
      Rika

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  2. Pingback: Leseplanung | Januar 2018 | Schwarzbuntgestreift

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