[Rezension] Stephanie Garber: Caraval- Es ist nur ein Spiel

Das ganze Leben ist ein Spiel und wir sind nur die Kandidaten… nur bei Caraval sieht das anders aus, denn alles, was hier passiert, könnte sich auch auf die Realität auswirken. Einmal im Jahr läd Caraval-Master Legend zu einer fünf Tage andauernden Spielerunde ein. Darsteller und Spieler geben sich gleichermaßen der Illusion und Magie von Caraval hin, aber dieses mal stehen nicht nur Herzenswünsche auf dem Spiel!

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Klappentext:

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt …

Details:

* ivi * 400 Seiten * Taschenbuch* 14,99 € * Erschienen am 20.03.2017 *


Scarlett wünscht sich ein besseres Leben für sich und ihre Schwester Donatella, fernab von ihrem brutalen Vater. Doch als sie plötzlich drei Eintrittskarten für das Spiel Caraval erhält, entscheidet sie sich lieber auf Nummer sicher zu gehen– und wird prompt entführt, denn ihre Schwester und der junge Seefahrer Julian wollen sich die Chance an dem Spiel teilnehmen zu können nicht entgehen lassen. Scar bleibt also nichts anderes übrig, als sich darauf einzulassen, denn mit einem mal steht mehr auf dem Spiel als nur ein bisschen Magie und der Wunsch, den es zu gewinnen gibt…

Seit einiger Zeit steht dieses hübsche Taschenbuch mittlerweile im Regal und dank der zauberhaften Nicci von Trallafittibooks habe ich es endlich von meinem SuB gerettet, denn Nicci und ich haben dieses Buch zusammen gelesen. Mir hat das unheimlich Spaß gemacht und bald wird die nächste Runde Buddyreading eingeläutet!

Kommen wir aber zum Buch und da würde ich gern mit der Protagonistin Scarlett beginnen. Scar hat das Herz am rechten Fleck. Für ihre jüngere Schwester Donatella würde sie praktisch alles geben, seit ihre Mutter die Familie verlassen und ihr Vater sich zum aggressiven Tyrannen entwickelt hat. Doch die Angst vor ihrem Vater lähmt Scarlett auch immer wieder, was mich im Laufe der Geschichte einige Nerven gekostet hat. Selbst in den Momenten, in denen sie sich eigentlich endlich überwindet, wird ihre Furcht im Vorfeld so stark beschrieben, dass diese wieder so präsent ist und man die charakterliche Entwicklung fast nicht wahrnimmt. Ich fand es sehr schade, dass ihre großen und kleinen Erfolge durch das Hervorheben der Angst immer wieder in den Hintergrund rücken. Auch ihre starke Abhängigkeit von ihrer Schwester fand ich teilweise etwas übertrieben. Jede ihrer Handlungen und Entscheidungen werden von dem Gedanken an Donatella beeinflusst. Manchmal kam es mir vor, als wäre Scarlett gar kein eigenständiger Mensch und würde nur mit Tella koexistieren können. Das war in meinen Augen doch schon sehr überspitzt dargestellt. Alles in allem ist Scarlett aber dennoch eine liebenswerte Hauptfigur, die man schnell ins Herz schließen kann und der man eigentlich nur wünscht, endlich selbstständiger zu werden.

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Anders als mit Scar musste ich mit Julian und Tella erst warm werden. Tella stellt sich für mich als recht egoistisch dar und mit Julian entwickelte sich erst eine ausgeprägte Hassliebe, eh diese immer mehr zu einer reinen Bookboyfriend-Liebe werden konnte. Der geheimnisvolle Seefahrer vermittelt allen das Gefühl seine eigenen Pläne zu verfolgen, doch die Regeln, die im Spiel gelten, kann man auch auf das Buch beziehen: nichts ist wie es scheint.

Insgesamt fand ich die Story und auch die Stimmung des Buches sehr gelungen. Der Spielaufbau hat mir sehr gut gefallen, alles war stimmig und ansprechend gestaltet, allerdings fehlte mir hier und da die von Scarlett und anderen Charakteren angepriesene Magie des Spiels Caraval. Hier hätte ich mir bei der Ausarbeitung und in den Details ein Fünkchen mehr Trickserei und Magie gewünscht. Diese wurde für mein Verständnis immer nur angerissen, verzauberte mich aber nie so sehr, wie ich es mir gewünscht und vorgestellt hätte.

Dennoch fand ich die Geschichte sehr schön geschrieben, spannend aufgebaut und wirklich unterhaltsam. Vor allem die liebevoll dargestellten Charaktere waren für mich ein wirkliches Highlight. Ich bin sehr gespannt, was da noch so kommt und gebe hiermit einen Lesetipp für Caraval ab.


Alles in allem bietet dieses Buch wirklich tolle Lesestunden mit einer tollen Geschichte, die allerdings ein paar Schwächen in der Umsetzung aufweist.

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5 Gedanken zu “[Rezension] Stephanie Garber: Caraval- Es ist nur ein Spiel

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