Cassandra Clare: City of Bones

Cassandra Clare ist für Fantasy-Fans eine längst etablierte Autorin, ein Name und Die Chroniken der Unterwelt wohlbekannt. So lange lag City of Bones, der erste Band der Chroniken, schon auf meinem SuB (= Stapel ungelesener Bücher) und selbst mein Dad hat die Bücher vor Jahren bereits gelesen. Nur ich nicht. Denn ich gabe zu: ich bin ein Spätzünder- ich denke, das hat nach dieser Einführung auch der Letzte gemerkt. Doch völlig egal, wie alt oder neu ein Buch ist: Ich muss Lust darauf haben! Und die hatte ich jetzt und nun kann auch ich endlich mein Fazit ziehen!

Klappentext:

„Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss sie schleunigst ein paar Antworten finden, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!“

Details:

Arena-Verlag * 504 Seiten * Taschenbuch * 13,99 €


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Ja, die Chroniken der Unterwelt ist beliebt, doch der Weg in mein Herz war steinig und beschwerlich und letztendlich hat der erste Band mich auch nicht völlig umhauen können. Sprachlich ist das Buch wirklich super und dem Leser wird auch einiges an Action, Spannung und auch ein Funken Romantik geboten, aber mir ging die Entwicklung der Charaktere einfach viel, viel zu schnell.

Clary begegnet Jace und seinen Schattenjägerfreunden erstmals in einem New Yorker Club, als diese einen Dämon ausschalten wollen. Eigentlich dürfte Clary das Schattenwesen gar nicht sehen und vor allem Jace ist überrascht, dass sie es scheinbar doch kann. Verwundert über dieses Zusammentreffen, verlassen Clary und ihr bester Freund Simon kurz darauf den Club, aber der blonde, gut aussehende Schattenjäger taucht schon bald wieder im Leben der Protagonistin auf. Als wenig später Clarys Mutter verschwindet, ein langjähriger Freund der Familie nichts mehr mit dem jungen Mädchen zu tun haben will und Clary in ihrer Wohnung von weiteren Schattenwesen heimgesucht wird, steht endgültig fest: hier stimmt etwas nicht! Kann Jace Licht ins Dunkel bringen und ihr helfen ihre Mutter wiederzufinden?

Eigentlich ist die Schattenjägergeschichte eine, die mich fesseln sollte. Sie hat soviel, was mir an einem guten Fantasybuch sonst so wichtig ist. Die Story ist spannend, der Schreibstil lässt kaum Wünsche offen, doch die Charaktere kommen mir flach vor; es wird nur an der Oberfläche gekratzt. In so vielen Büchern leidet und lacht man mit den Figuren mit, doch Clary und Jace wollen mir einfach nicht ans Herz wachsen. Obwohl es Phasen gibt, die sonst mein Mitgefühl geweckt hätten, wirkt es einfach zu konstruiert und weckt in mir lediglich das Gefühl von Effekthascherei. Da ist der junge, talentierte und gut aussehende Schattenjäger, der durch eine schlimme Begebenheit in seiner Kindheit plötzlich allein dasteht und dieses Mädchen, das so behütet aufgewachsen ist und jetzt nach und nach merkt, dass ihr bisheriges Leben nicht das ist, was es zu sein scheint. Und während ihr Leben zerbricht, findet sie Halt in ihm und er in ihr und sie in sich gegenseitig und dann- BUMM! Ärger im Paradies. Irgendwas ist ja schließlich immer. Und irgendwie packt es mich einfach nicht und ich kann nicht mal zu 100% sagen, was mich stört.

Ich hatte während des Lesens gar keine Zeit eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. Sie sind auf einmal da, tun eben das, was sie tun- ob man das als Leser nun nachvollziehen kann oder nicht- und selbst die Nebenfiguren haben aus meiner Sicht wesentlich mehr Tiefgang als die beiden Hauptfiguren. Da ist zum Beispiel Alec mit seinem Geheimnis und seiner verschlossenen Art oder auch Magnus, der einfach nur mega cool rüberkommt und der eigentlich die einzige Person ist, die echte Gefühle in mir weckte (und das, obwohl er einen denkbar kurzen Auftritt hat!) oder auch Simon, der immer irgendwie Außenseiter ist, obwohl er sich ja so sehr bemüht…

Vielleicht bin ich mit dem Lesen wirklich einfach zu spät dran und als das Buch 2011 erschien, war es bahnbrechend und so ganz furchtbar neu, dass plötzlich jeder so sehr darauf abging- für mich ist es das heute nicht mehr und ich musste mich wirklich ganz schön durchquälen. Aber Geschmäcker sind zum Glück verschieden und nach 2/3 von 500 Seiten kam auch ich zumindest ein wenig in Fahrt und hatte nicht mehr das Gefühl, dass sich die Seiten hinziehen wie Kaugummi. Doch es wären ja keine Chroniken, wenn wir nicht mehr als einen Band hätten und so darf ich mich noch auf ganze fünf (!! 5 !!) weitere Bände freuen! Und dann noch mal drei Bände für die Chroniken der Schattenjäger und… ja, also da kommt noch einiges auf mich zu. Wir werden sehen, ob ich das durchhalte, aber im Moment sieht es nicht danach aus- Schade über mein Haupt!


Was sagt ihr denn aber zu den Büchern? Kennt ihr sie? Mögt ihr sie? Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte!

Signatur 2

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2 Kommentare zu “Cassandra Clare: City of Bones

  1. Ach, ich wusste gar nicht, dass es so viele Bände davon gibt. Gelesen habe ich sie nicht, kenne aber den ersten Film dazu und der hat mir gut gefallen. Natürlich kann man Bücher und Filme nie 1 zu 1 umsetzen. Aber ob ich mir deshalb die Bücher zulegen werde, bezweifle ich ein wenig (bin im Augenblick sehr lesefaul, obwohl ich noch diverse Bücher habe, die endlich mal gelesen werden wollen..lach). Liebe Grüße, britti

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    • Hallo Britti,
      Siehst du, wieder was gelernt! 🙂
      Solange dir der Film gefällt, muss man ja nicht lesen, allerdings entgehen einem da ja immer ein paar Details. Aber keine Sorge, ich hatte auch eine laaaaange Leseflaute, bevor ich wieder angefangen habe und nun kann ich kaum mehr aufhören! 😊
      Liebst, Rika

      Gefällt 1 Person

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