[Review] Jojo Moyes- Ein ganzes halbes Jahr oder „Warum ich nie wieder lesen werde“

Ich bin am Boden zerstört. Keine Ahnung, wann mich ein Buch das letzte mal so aus der Bahn geworfen hat, aber dieses hier ist fies. Es fühlt sich richtig gemein an. Es liegt gerade neben mir mit seinem trügerisch- friedlichen Cover und ich möchte es zu gern anschreien und fragen, warum es mir das angetan hat. Bis zu Beginn des letzten Viertels hatte es Potenzial mein Lieblingsbuch zu werden, aber jetzt möchte ich es mit bösen Blicken durchlöchern und es anfauchen, ob es auch mal an die Gefühle seiner Leser gedacht hat, dieses egoistische Teil!

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Das fiese Teil…


Louisa ist das Kleinstadtleben gewöhnt und ist damit auch durchaus zufrieden. Sie mag ihren Job in dem kleinen Café und die Beziehung mit Patrick ist auch okay. Genauso wie es okay für sie ist mit Ende 20 noch zu Hause zu wohnen. In einer kleinen Kammer, in der sie sich gerade so um sich selbst drehen kann. Doch dann wird das Café geschlossen und Lou ist von heute auf Morgen arbeitslos. Dank der Jobvermittlung probiert sie ein paar furchtbare Stellen aus, doch als sie und ihr Vermittler schon verzweifeln, flattert die Ausschreibung der Traynors ins Haus und Lou bewirbt sich als Betreuerin für einen Pflegefall in der Familie. Und so lernt sie Will kennen, den streitlustigen, resignierten Sohn der Familie, der durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist- und er kann es nicht lassen Lou das Leben schwer zu machen! Immer wieder kommen der jungen Frau Zweifel, ob die der richtige Job ist, doch die Stelle ist gut bezahlt und ihre Eltern brauchen das Geld… und eines Tages hört Lou ein Gespräch mit an, welches nicht für ihre Ohren bestimmt war. Plötzlich hat sie eine viel größere Aufgabe, als Will nur Gesellschaft zu leisten und zu putzen. Plötzlich geht es um Leben und Tod.


Dieses Buch… Dieses verflixte Buch hat mir wirklich den Rest gegeben. Hoffnung, Verzweiflung, Freude und so viele verdammte Tränen! Es ist ein Wechselbad der Gefühle, das einen fertig macht und am Ende liegt man am Boden und fragt sich, ob das gerade wirklich passiert ist.

Jojo Moyes hat mit Lou und Will, ihren Familien und all den anderen Figuren wundervolle Charaktere geschaffen, die einen fesseln und mit denen man mitfiebert und bis zur letzten Sekunde hofft, dass das Blatt sich noch wenden würde. Ihr Schreibstil ist sagenhaft- ich konnte mich selten so gut in ein Buch hineinfühlen und ich möchte wirklich nicht zu viel verraten, daher:

Lest es! Lest dieses Buch und seid Teil dieser Geschichte!

Das Buch Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes ist als Taschenbuch, als auch als eBook für 9,99 € praktisch überall erhältlich und sollte meiner Meinung nach in keinem Bücherregal fehlen. Auch der Folgeband Ein ganz neues Leben ist bereits überall erhältlich, allerdings aktuell nur als Hardcoverversion für 19,95 €.

Gerade bin ich dabei mir die anderen Bücher der Autorin nach und nach zu kaufen, denn auch Die Tage in Paris, welches ich als Hörbuch habe, hat mich umgehauen und so habe ich keine andere Wahl, als Jojo Moyes Bücher fleißig zu sammeln…


Zum Abschluss möchte ich euch noch den Trailer von Ein ganzes halbes Jahr präsentieren, denn die Verfilmung kommt im Sommer diesen Jahres ins Kino. Die Lou wird von der zauberhaften Emilia Clarke (bekannt aus Game of Thrones als Daenerys Tagaryen) und Will von Sam Claflin (der Finnick Odair aus Die Tribute von Panem) gespielt und zum ersten mal seit langer, langer Zeit bin ich mit der Besetzung zufrieden. Ich hoffe sehr, dass die beiden es schaffen das darzustellen, was das Buch bietet. Und nun viel Spaß mit dem Trailer, bei dem ich übrigens bereits schon Rotz und Wasser geheult habe…


Habt ihr das Buch gelesen? Schaut ihr euch den Film an? Ich freue mich auf eure Gedanken/ Meinungen/ Kritiken!

Eure

Signatur 2

14 Kommentare zu “[Review] Jojo Moyes- Ein ganzes halbes Jahr oder „Warum ich nie wieder lesen werde“

  1. Ich habe es auch gerade durch. Allerdings in der englischen Fassung. Und ich habe 2 Jahre dafür gebraucht. Mir gefällt weder der Schreibstil noch diese Langartmigkeit. Die Story ist aber ganz gut… Dass ich 2 Jahre gebraucht habe, liegt übrigens nicht am englisch. Ich habe alle 3 Hunger Games Bücher innerhalb von 2 Tagen gelesen (auf Englisch) ich kann der Autorin einfach vom Schreibstil nichts abgewinnen… 😕

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  2. Ich habe schon so viel Positives von diesem Buch gehört – allerdings auch viel Negatives. So langsam sollte ich mir wirklich mal selbst ein Bild mahen und dieses Buch lesen 🙂 Wusste gar nicht, dass es verfilmt wird… Dann solllte ich es lieber noch vor dem Film lesen, andersrum mag ich nicht.

    Gefällt 1 Person

    • Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte ziemich polarisiert, aber um sich selbst ein Bild zu machen, sollte man es natürlich gelesen haben. 🙂
      Bis zum 23.06. hast du noch Zeit, also los los 😉

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    • Das stimmt- Friede, Freude, Eierkuchen ist es mal so gar nicht! Und auch damit, dass es nicht traurig ist, hast du vollkommen recht. Es tanzt viel mehr auf den Herzen und zerbrochenen Hoffnungen des Lesers. 😉 …oder so ähnlich. 😀
      Liebste Grüße, Rika

      Gefällt 1 Person

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