[Herzensangelegenheit] 5 Tipps für Fernbeziehungen

Seit vorgestern sind der Kater und ich nun 14 Monate zusammen. 14 Monate, 400 km und die ewige Frage, wann diese Entfernung endlich kein Bestandteil mehr unserer Beziehung ist.

Eine Beziehung zu führen ist manchmal kein Zuckerschlecken und diese dann teilweise nur am Telefon, per Whatsapp oder Skype aufrecht zu erhalten, macht die Sache nicht leichter, aber der Kater und ich haben Wege und Mittel gefunden und nun möchte ich euch meine Tipps zum Durchhalten präsentieren!

1. Hab Vertrauen – in dich selbst!

Dein Partner hat dich auserwählt und er sieht dich als eine so große Bereichung an, dass er es in Kauf nimmt trotz eines ständigen Getrenntseins sein Leben mit dir zu teilen. Und dir geht es doch genauso! Du möchtest diesen Menschen in deinem Leben haben, also versuche negative Gedanken wie „Er geht mir bestimmt fremd!“ oder ähnliche Eifersuchtsattacken gar nicht aufkommen zu lassen. Diese Dinge verhageln euch nur die Laune, was es schwer macht die wenige gemeinsame Zeit zu genießen, denn wer will schon immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert werden?Achtest du nicht, was er für dich tut, kannst du nicht erwarten, dass er dein Opfer zu schätzen weiß und wir beide wissen, dass du viel dafür gibst – genauso wie dein Gegenstück. Ob du es glaubst oder nicht: dein Partner ist in der selben Situation wie du! Wer allzu eifersüchtig ist, muss lernen sich selbst zu lieben und aufhören die eigenen Probleme und Ängste auf den Partner zu projezieren. Erinner dich selbst immer wieder daran: Dieser Mensch möchte mit dir zusammen sein und nimmt für dich das selbe in Kauf wie du für ihn!

2. Routine und Regelmäßigkeit

Was für Pärchen, die sich (fast) täglich sehen ein Albtraum ist, ist für euch wichtig. Routine und feste Rituale stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und vermitteln auch auf die Ferne ein Gefühl von Vertrautheit und ein fester Bestandteil im Leben des anderen zu sein.

Mir hat es von Anfang an sehr geholfen, dass ich immer genau wusste, wann ich meinen Kater sehen werde. In regelmäßigen Abständen von zwei Wochen sehen wir uns für ein Wochenende. Für die dazwischen liegenden Wochenenden konnte ich meine Zeit mit Arbeit, Freunden, Hausputz oder Familienbesuchen füllen, denn jedes zweites Wochenende ist fest für meinen Freund verplant. Für mich wäre es schlimmer, wenn ich bei ihm losfahren würde und nicht wüsste, wann ich ihn wiedersehe. Außerdem telefonieren wir regelmäßig. Über den Tag verteilt, hören wir uns nach Lust und Laune, aber der Anruf vor dem Schlafengehen ist ein festes und sehr wichtiges Ritual. Wir beenden den Tag gemeinsam, hören uns wenigstens nochmal kurz und morgens geht der erste Griff zum Handy, um ihm bei Whatsapp einen guten Morgen zu wünschen.

3. Einander Freiräume schaffen

Ich kann die hochgezogenen Augenbrauen praktisch schon vor mir sehen, aber ja, auch Freiräume sind wichtig. Dein Partner hat gerade keine Zeit bei Whatsapp zu schreiben, weil er die Wohnung putzt? Muss halt auch sein! Er möchte nicht telefonieren, weil er gerade mit seinen Kumpels zockt? Dann lies doch das Buch, das schon ewig in deinem Schrank steht!

Mir fiel es eine Weile sehr schwer zu akzeptieren, wenn der Kater keine Lust hatte zu telefonieren oder sich mit anderen Dingen beschäftigt hat, doch die Wahrheit ist nunmal, dass er auch ein Leben hat! Zwar sieht man sich mit einer Fernbeziehung nicht so oft wie andere Paare, aber trotzdem kann man nicht verlangen, dass der Freund oder die Freundin aus der Uni / Arbeit / Schule ect rauskommen und dann stundenlang nur noch mit Handy / Skype ect beschäftigt sind, um mit euch zu kommunieren. Ein „Maus, ich mag gerade nicht telefonieren!“ wird dann schnell als „Ich will keine Zeit mit dir verbringen!“ verstanden. Auch ich habe den Fehler gemacht sowas dann persönlich zu nehmen. Doch seid mal ehrlich zu euch selbst: Auch ihr könnt nicht pausenlos alles für den Partner stehen und liegen lassen und auch ihr braucht mal Zeit für euch selbst. Also seid nicht böse, wenn das Telefonat mal schneller beendet ist, als es euch lieb ist, sondern nutzt die Zeit für etwas Sinnvolles und freut euch auf den nächsten Anruf von eurem Schatz!

4. Nicht alles auf die Goldwaage legen

Streiten ist immer mies, doch in einer Fernbeziehung kann das manchmal ungeahnte Ausmaße annehmen. Scherze, Ironie oder Necken ist per Whatsapp – und wenn wir ehrlich sind, kommunizieren wir schriftlich doch am meisten! – wie Topfschlagen auf einem Minenfeld. Im einen Moment lacht ihr noch über die Sprüche und im nächsten Moment – BOOOOM!!! – ein falsches Wort und ihr befindet euch im Krieg. Durch fehlende Mimik und Gestik können die dümmsten Scherze zum Beginn des Dritten Weltkrieges führen, wenn der andere ihn in den falschen Hals bekommt. Beschwichtigende Worte verfehlen durch die Abwesenheit der Stimme ihr Ziel. Missverständnisse sind wohl der häufigste Grund, weshalb ein Streit vom Zaun gebrochen wird.

Deshalb empfehle ich Streiterein lieber am Telefon zu klären. Man hat eine viel bessere Möglichkeit sich zu erklären, kann sich mal richtig anfauchen, wenn man das für nötig empfindet und danach auch wieder liebe Dinge sagen. Ich als impulsiver Mensch sollte mir diesen Punkt definitiv mehr zu Herzen nehmen und lieber ein mal mehr nachfragen, wie das gemeint war, anstatt gleich zu explodieren… Aber wer ist bitte schon perfekt? 😉

5. Nähe trotz Ferne

Jemanden über viele Kilometer hinweg das Gefühl zu geben trotz allem das Wichtigste im Leben des anderen zu sein, ist eine große Kunst. Die Möglichkeiten sind furchtbar eingeschränkt, doch es sind oft Kleinigkeiten, die einem das Gefühl geben wertgeschätzt zu werden.

Zuhören ist da wohl einer der wichtigsten Aspekte. Viele Leute, auch der Kater, telefonieren ungern, während andere gern und lange an der Strippe hängen, so wie ich. Das kollidiert von Zeit zu Zeit, doch die Hauptsache ist, dass jeder die Zeit bekommt zu sagen, was er zu sagen oder zu erzählen hat. Sei es die witzige Anekdote aus der Arbeit, ein Problem mit Freunden oder ein Aufreger in der Familie – wenn es für den anderen wichtig ist zu erzählen, muss es dir wichtig genug sein gehört zu werden. Diese Erzählungen sind eine der wenigen Möglichkeiten am Leben des anderen teilzunehmen, also verpasst diese Chance nicht, weil ihr es für unbedeutend haltet oder die Serie im Fernsehen gerade wichtiger ist!

Fühlt ihr euch aber auch aus der Ferne geliebt, dann sagt es eurem Partner! Vergesst nicht ihm zu sagen, dass es schön ist, dass er sich eure Geschichten anhört oder dass ihr froh seid, dass er sich die Zeit nimmt so lange mit euch zu quatschen. Auch diese scheinbar selbstverständlichen Dinge sollten wertgeschätzt werden.

So, das wären meine Tipps zum Führen einer Fernbeziehung (wobei man sie wohl auch auf jede andere Form der Partnerschaft übertragen könnte). Ich hoffe ich konnte euch dadurch ein wenig helfen, vielleicht auch zum Schmunzeln und Nachdenken anregen. Natürlich sind auch der Kater und ich nicht perfekt und auch bei uns fliegen mal die Fetzen. Die Hauptsache ist aber, dass man sich danach immer wieder sagen kann, dass man sich liebt.

Eure

-Riklinde

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2 Kommentare zu “[Herzensangelegenheit] 5 Tipps für Fernbeziehungen

  1. Ein wirklich schöner und persönlicher Beitrag. Vor allem hat mir die Passage über das Streiten und das Zuhören gefallen, denn über eine gewisse Entfernung hinweg, könnte das kleinste Missverständnis zu einer großen Misere ausarten.

    Ich würde mich auch sehr freuen, wenn du auf meinem Blog vorbeischauen würdest und wünsche dir in jedem Fall weiterhin viel Erfolg mit deinem tollen Blog!

    Lg
    Kinga

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    • Hallo Kinga,

      danke schön für deine Worte zu meinem Artikel!

      Natürlich habe ich auch bei dir reingeschaut und bin sehr, sehr angetan von deinem Blog und folge dir nun auf Facebook! 🙂
      Freue mich darauf mehr von dir zu lesen!

      Liebste Grüße, Riklinde

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